Alles muss man selber machen lassen!

Hallo ihr Lieben!

Sooooooo ein halbes Jahr ist nun durch und ich habe die meisten Situationen in meiner neuen Flylady – Ordnungs – Putz – was – auch – immer – Routine durch gemacht.

Putzen oder Ordnung schaffen soll nicht mein ganzes Leben bestimmen. Vorher hatte ich einfach nicht den Mittelweg. Entweder war ich pedantisch und heikel bis zum geht-nicht-mehr, oder ich habe alle Viere gut sein lassen. So lange bis mich wieder die Tarantel gestochen hat und ich wieder wie eine Irre herum gelaufen bin. Dann durfte mich aber niemand links und rechts ansprechen und dann gab es auch keinen anderen Weg mehr.

Mir war es so zuwider, dass ich nach der Methode vor ging: Augen zu und durch! Entweder viel (zu viel!) oder vor lauter Erschöpfung gar nichts.

Ein halbes Jahr mit diesem seltsamen System. Es war nicht einfach für mich im ersten Schritt den Durchblick zu bekommen, was genau das System nun ist, was diese Flylady mir da vermitteln will. Ich weiß ja nicht wie es euch geht – aber manchmal liest sich eine Theorie umständlicher als es die Praxis dann verlangt. Mir geht es auch so mit Spieleanleitungen. (Ich meine – was bedeutet „Ein Spieler legt drei Karten mit der Zahl „5“ ab. Dieser Spieler hat außerdem drei Karten mit der Zahl „10“ auf der Hand“… woher wissen die das? Und wer von uns ist „dieser Spieler“ …) Irgendwie tue ich mir leichter in die Praxis einzutauchen als in der Theorie mich zu bemühen irgendwas davon zu verstehen. Daher habe ich, nachdem ich das Buch gelesen habe und anschließend darin etwas verwirrt herum geblättert habe, Facebook Gruppen aufgesucht, YouTube Videos angesehen um dann wieder auf das Buch zurück zu kehren.

Begonnen habe ich dennoch unüblich. Meine Geduld reicht nicht aus mir Babysteps anzueignen, die ich nicht praktisch finde. Im Gegenteil – mich regt sowas auf, wenn ich mich dann dauernd an Dinge erinnern muss, die mich nicht interessieren. Wertvolle Lebenszeit wird da verschwendet! Was mich aber effizienter gemacht hat, war, mir meine Routinen mal anzusehen. Morgenroutine, Nachmittagsroutine, Abendroutine. Warum verplempere ich Minuten, die ich morgens im Bett bleiben könnte, damit wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her zu laufen, statt mir Strukturen beizubringen? Wir haben jetzt keine riesen Wege zuhause, aber dennoch waren da oft einfach leere Zeiten. Zeit die zusammen gesammelt mir auf einer anderen Seite viel mehr Ruhe bringt. Das finde ich echt cool.

Nachdem ich meine Morgen- und Abendroutine intus hatte, habe ich mir diese Zonen-Geschichte näher angesehen. Sollte ja klar sein – ein Monat 5 Wochen (davon 1-2 angebrochen) und 5 Zonen. Ok, das war für mich soweit klar – NUR – Hallo? Ich habe doch mehr Räume als nur 5. Ich habe einen Moment gebraucht bis mir klar wurde, dass eine Toilette nicht so viel Aufmerksamkeit braucht innerhalb einer Woche wie ein Kinderzimmer. Also kann man ruhig diese Zonen in eine zusammen fassen. Auch wenn das Kinderzimmer jeden Tag in dieser Woche die volle Aufmerksamkeit benötigt, kann das gründliche Reinigen des Bodens und der Fußleisten des Klos ja ruhig mit einfließen. Denn – das Klo reinigen – tue ich sowieso jeden Tag. Ebenso das Abwischen der Spülung und das trocken wischen des Waschbeckens. Da geht es dann noch um 3-5 Minuten Arbeit in diesem 2 Quadratmeter Raum.

Aber zu meiner kleinen Enttäuschung – zuerst musste ich einmal Ausmisten. Jeden Tag. 15 Minuten. 27 Dinge (mindestens). Anfangs mühsam, wurde es immer leichter und he! ich habe im Zuge dessen gleich die Kästen ausgewischt und geputzt. Alles in nur 15 (ok in manchen Räumen 20) Minuten. Das ist so gesehen nix. Das geht immer. Währenddessen habe ich mir meine Zonen eingeteilt und die Zimmer auch fix verteilt. Ich bleibe bei der Einteilung, denn dann erspare ich mir mühsam neue Zugänge und Abläufe zu erfinden, sondern halte mich an meinen Plan. Das mag vielleicht langweilig sein, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und gerade so unliebsame Dinge sind besser, man kann sich in einer Routine wieder finden. Das ist dann wie Zähneputzen oder sich anziehen. Das macht man einfach – ohne Nachzudenken. Mittlerweile habe ich auch schon meine Wochentage routiniert. Sprich  – ich weiß ungefähr an welchem Tag was dran ist.

Etwas, was ich anfangs gar nicht verstanden habe, war das HomeBlessing. ICH dachte ja – mit der 15 Minuten Putzerei ist alles getan. Nein – das stimmt nicht ganz. Das ist nur das gründliche Sauber machen (wie zum Beispiel die Dunstabzughaube, die vorher nur alle 6 Monate geputzt wurde und jetzt alle 4 Wochen..) Ich habe den Ablauf nicht für mich begriffen. 10 Minuten je Aufgabe. Wer braucht denn bitte 10 Minuten um den Müll raus zu bringen. Wo wohnen die denn? Auf einem 2 Hektar großen Anwesen und der Müllcontainer ist beim elektrischen Eingangstor ein Kilometer entfernt? Vor allem – man soll ja alles so rasch erledigen wie möglich. Und dabei haben DIE ja schon ihre Schuhe an (ala – immer angezogen sein – inkl. Schuhe! – was ich ja nicht mache *barfußimherzen*)

Also habe ich mein HomeBlessing auch an mich angepasst. Anfangs brauchte ich knapp 60 Minuten, mittlerweile 40. Und da ist die Zonenarbeit schon inbegriffen. Wie ich das gemacht habe? Ganz einfach! Ich habe die Aufgabe, die ich sowieso durch das HomeBlessing an dem Tag machen würde, einbezogen.. das ist bei mir der Boden. Da alles schon vorbereitet ist (Staubsauger und Aufwaschkübel) bin ich eben in dem Bereich der laut Zone dran ist, besonders gründlich inkl der Fußleisten.

So läuft das nun alles dahin. Routinen, Zonen und Blessings. In manchen Zimmern bin ich immer noch nicht über das Ausmustern (27 Dinge Boogie) hinweg.. und das wird wohl noch einige Zeit so bleiben.. aber ich bleibe dran.. das ist für mich ja schon eine gute Sache 🙂 Also funktioniert es! Nicht ganz so wie das Original es mir vorgibt, aber so, dass es mir mein Leben erleichtert und mir mehr Freizeit schenkt.

Denn genau das war der Plan! Das Leben besteht nicht nur aus saugen und wischen, kochen und putzen. Das sollte so wenig Platz einnehmen wie möglich und dennoch ist es einfach wichtig eine gewisse Ordnung zu haben. Weniger ist mehr. Sich von Ballast zu trennen anstatt ihn von der einen Seite zur anderen zu räumen. Das gibt dir wieder mehr Luft zum Atmen. Und die variablen des Lebens hauen dich dann nicht so schnell um.

Es hat sich viel geändert. Irgendwie läuft der Haushalt wirklich nebenher. Ja, es sind noch nicht alle Ecken und Enden perfekt, aber das war nie mein Anspruch. Ein Nachmittag mit den Kindern spontan weg zu fahren, ohne zuhause komplettes Chaos zu hinterlassen war mein Ziel. Oder den schönen Tag nicht ausnutzen zu können, weil eben schon Fünf vor Zwölf war. Wir statt schwimmen zuhause bleiben mussten, weil ich eben diese Dinge aufholen musste.

Da habe ich echte Erleichterung gefunden.

Würden euch meine Schritte interessieren? Meine „Version“ des Flylady-Systems?

Alles Liebe,

NiNa


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Instagram: PlansMeetLife

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Kooperationen oder Interviewanfragen an: office@ninabiehal.com

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2 Gedanken zu “Alles muss man selber machen lassen!

  1. Mich würden deine Version total interessieren. Ich bin auch gerade dabei mit flylady durch zu starten. Kannst du mir für den Anfang noch was empfehlen.

    Ganz liebe Grüße
    Jacqueline

    Gefällt 1 Person

    1. Hast du schon alle Beiträge gelesen? Ich nehme euch Stück für Stück in meine Flylady-Weise mit 🤗🤗 was ich für den Anfang empfehlen kann? Geduld und sei jeden Tag stolz, dass du etwas getan hast 🙂 und Genosse dann auch deine Freizeit bewusst 🤗Alles Liebe, Nina

      Gefällt mir

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