Budget-Plan-Fun *Freebie*

Hallo!

Budgetplanung *buuuuuuh* wie langweilig …

Stimmt: fast. Denn egal ob wir es als spannend oder langweilig sehen wollen ist Budgetplanung oder eine Übersicht seiner Finanzen ein Teil des Familienmanagements.. und wenn da (noch) keine Familie zu managen ist, dann – gerade dann darf dieser Beitrag dir in Erinnerung bleiben..

Ich finde Geld ist blöd. Also nicht blöd in Form von unwichtig, sondern blöd in Form von „warum ist immer alles so teuer“ und „warum sind Zahlen soooo langweilig..“ Es ist wie mit dem Haushalt. Ich habe es gerne sauber, aber ich putze nicht gerne.. ähnlich ist es mit dem Geld : ich habe gerne Geld, aber ich beschäftige mich nicht gerne mit schnöden Listen.

Aber auch das ist ein Stück weit ein Schritt zu meiner Freiheit! Denn, wenn ich diese ganzen Themen in Ordnung habe, kann ich gut schlafen, ich weiß, dass mein Leben läuft und mich weder der Haushalt als „Monats-Frühlingsputz“ erschlägt und auch keine Mega-Rechnung mir Angst machen muss..

Ich stehe noch am Beginn meiner Reise und habe sicher nicht die Weisheit in der Richtung erfunden. Ich versuche eher in all den Ausdrücken wie „Saldenlisten“, „Devisen“ und Co meine Übersicht zu behalten. 

Online-Geld hat bei mir keine Begrenzung. Ich gehe da nach Gefühl und was ich denke, was ich brauche, aber dann geht mein Mann noch einkaufen oder ich hole für die Kinder noch schnell etwas und *zack* überschreiten wir das Budget.

Oder es kommt eine Rechnung rein, die wir nicht erwartet haben, … oder die Kinder brauchen nach einem Wachstumsschub zwei Monate früher Kleidung oder Schuhe! Manchmal (oft) kommen die Kinder und brauchen Geld für die Schule/Ausflüge etc.

Es sind diese Dinge die einem immer wieder ins Konto grätschen. Und ehe man es sich versieht gleicht man sein Konto wieder mit Erspartem aus oder man greift auf Urlaubsauszahlungen zurück.

Vor einigen Jahren meinte meine Schwägerin zu mir (sie hat keine Kinder, lebte noch zuhause, arbeitete Vollzeit) es wäre doch alles nur Einteilungssache! Und ich war damals verletzt über diese Aussage. Wenn du mit zwei Kindern oft nur mit einem Gehalt auskommen musstest, dennoch aber noch mehr Mäuler zu stopfen hast, wie soll das gehen Bitteschön? Schließlich bemüht man sich doch und dennoch geht die Rechnung nur halb auf. Mit den Familienmitgliedern wachsen die Ausgaben und auch die Beiträge die man zahlen muss.

Ich zum Beispiel weiß ja im Vorfeld nicht, wie viel ein Kindergarten monatlich kostet. Brauche ihn aber um Arbeiten zu gehen. Dann immer diese variablen Kosten wie Essen der Kinder, die je nach Menge der Betreuungs- und Essenstagen gerechnet wird. (Weiß ich aber auch erst im Nachhinein wenn es abgerechnet wird)

Weiter geht es mit Mitgliedsbeiträgen, die zumindest bei uns, immer irgendwann eingehoben werden. Bis ich die alle endlich am Schirm hatte, vergingen 1-2 Jährchen, da ich immer von einer Einmalzahlung ausging.

Oder wir hatten die wunderbare Situation, dass wir ein Kind zwei Mal privat unter Narkose legen durften, da Milchzähne Probleme machten. DAS kostet vielleicht Geld.

Ja – ich bin meinem Geld kein Feind, aber der fehlenden Informationspolitik..! Alleinstehend und nur von meiner aktuellen Situation ausgehend würde ich vermutlich auch so denken wie meine Schwägerin damals. Mit 10 Fixkosten im Monat, die sich marginal im Jahr ändern. Alleine kann ich meine Bedürfnisse auch an schwankendes Einkommen anpassen und dann eben keine Kleidung oder „Goodies“ kaufen. Als Familie sind aber Ausgaben eben nicht so einfach zu planen und wenn das Kind einen Wachstumsschub hat, braucht es eben JETZT neues Gewand und nicht in 3 Monaten, wenn ich es eingeplant habe.

Aber egal – es soll keine Ausrede sein. Ich möchte nur damit sagen, dass es eben NICHT so easy ist. Und ganz unrecht hatte sie ja auch nicht.

Es heißt aber auch, man darf mit seinen Aufgaben wachsen. Der Eine früher, der Andere später.

Ich bin kein Zahlenmensch. Wo sich die Einen sehr leicht tun, tu ich mir eben etwas schwerer. Und ich habe in den letzten Jahren Unmengen an Büchern verschlungen, die Finanzthemen beinhalteten. Vom System der 20 Konten bis hin zu der Cash Methode. Ich bin alles durch. YouTube Videos, die stundenlang darüber reden, wie viel Prozent man für was zu verwenden hat. Und Frauen, die mit Angstmache und Pensionsarmut hausieren gehen. Aber ganz ehrlich? Das hilft mir nicht. 

Mir geht es nur darum, eine einfache Methode zu finden, um mir 1. das Planen der Finanzen lustiger zu gestalten und 2. um es leicht umsetzbar auf viele verschiedene Gegebenheiten zu machen.

Ziel ist es jedenfalls,

  1. eine Übersicht aller Ein- und Ausgänge zu bekommen
  2. Variable Zahlungen vorab einzukalkulieren
  3. weniger Geld einfach für „nichts“ auszugeben
  4. Struktur und einen Plan für jeden eingenommenen Euro zu bekommen
  5. Vorauszuplanen zu lernen

Wie?

Das habe ich mich jetzt wirklich lange gefragt. WAS hilft mir, was kann ich schnell umsetzen ohne jetzt schon viel Geld gespart zu haben. Wie kann ich mich vorbereiten und beginnen gewisse Dinge auch schnell abzubezahlen und dennoch nicht auf alles zu verzichten? So weit bin ich allerdings noch nicht.

Schritt 1 – Fixkosten:

Alle monatlichen Fixkosten auflisten inklusive Abbuchungsdatum um den Kontostand im Auge zu behalten. Gewisse Abbuchungen oder Überweisungen sind nur Quartalsweise fällig oder auch nur einmal im Jahr. Diese werden hier – je nach Fälligkeit auch aufgelistet. Und darunter eine Summe gezogen. Ich habe mir dafür eine Excel Liste erstellt. So ist es einfacher auf einen Blick die Übersicht zu behalten und auch rasch mit Zahlen hin und her zu jonglieren. 

Wir zum Beispiel haben ALLE regelmässigen Abbuchungen auf einem Zweitkonto unseres Haupt-Girokontos umgeleitet. Die Summe wird per Dauerauftrag abgebucht. Der Rest ist für die variablen Überweisungen und die Lebenserhaltungskosten da.

Auf eine Umfrage, wie denn jeder so mit seinen Finanzen umgeht habe ich für alle Fixkosten die nicht monatlich zu zahlen sind, sondern im Quartal, halbjährlich oder Jährlich einen sehr tollen Tipp von einer Leserin erhalten. Diesen für uns auch promt übernommen:

ALLE variablen Fixkosten im Jahr, wurden von mir mit dem Durchschnitt berechnet und dieser Betrag läuft auf das Fixkostenkonto. Steht die Zahlung an (zum Beispiel der Geigeunterricht unserer Tochter ist 2 x im Jahr zu zahlen) buche ich einfach den Betrag vom Fixkostenkonto um und überweise es von meinem Girkonto wie gewohnt. So stelle ich immer sicher, dass die Beträge da sind.

Schritt 2 – Lebenserhaltungskosten:

Geplante Lebenserhaltungskosten in Kategorien einteilen. Bei mir sind es:

LM = Lebensmittel/Drogerie/Apotheke
BA = Bahntickets/Tank
BE = Beauty/Frisör
DI = Diverses = Geburtstage/Jubiläum/Feiertage
SO = Sonstiges (unplanbare kleine Ausgaben) / Kleidung
TA = Taschengeld Kinder

Nachtrag: 27.10.2019

Folgende Kategorien sind nachgerutscht bzw. heraus gerechnet worden:

KL = Kleidung (wurde ein monatlicher Fixbetrag da wir alle davon nehmen)
MA = Essensgeld und Parkgebühren für die Firma
S = Schule (Da doch immer wieder Beiträge eingeholt werden für Ausflüge)

Diese Beträge sind aus dem Rest nach Abzug aller Fixkosten geplant. Ich hebe diese Beträge ab. Wenn ich weiß, dass ich etwas bestimmtes zum Beispiel für den Geburtstag bestellen muss, dann plane ich es dennoch ein lasse es aber am Konto zurück.

Wie ich mit Beträgen umgehe, die ich eingeplant habe, aber nicht als Cash-Kuvert abhebe, komme ich gleich.

Schritt 3 – Zielsparen:

Zielsparen. Dazu zählt nicht was vom Konto auf Sparbücher läuft. Es wird zwar in meiner Excelliste extra berechnet, aber ich zähle das zu „Fixkosten“ da sie jedes Monat automatisch abgebucht werden.
Hier ist gemeint, wenn ich zum Beispiel eine Differenz habe nach Abzug aller geplanten Ausgaben.

Warum ist das Geld für mich Zielsparen? Ganz einfach, denn jeder EURO – jeder Cent erhält bei mir eine Aufgabe. Nichts davon soll mir zu viel Spielraum geben um mich in Versuchung zu bringen es für irgendwas auszugeben. Und dann kommt auf einmal die große Rechnung,.. das Auto braucht eine große Reparatur oder ein Kind wird krank und benötigt schnell private Hilfe. Das Geld kann auch für Urlaube her genommen werden, oder um Kredite abzubezahlen.

Schritt 4 – Ausgabenerfassung variable Beträge:

Die Barausgaben der Kuverts, erfasse ich alle in meinem Finanzplaner in einer eigenen Liste mit Kategorien. Jede einzelne Ausgabe läuft da hinein die ich bar bezahle.
Eine zweite Ausgabenliste läuft unter „Laufend Konto Abbuchungen“. Hier werden die Kosten der Bestellungen erfasst die abgebucht werden mit geplantem Abbuchungsdatum und dem Kontostand nach Abzug des Betrags plus die Kategorie, die es Betrifft.
Am Ende des Monats rechne ich alle Ausgaben je Kategorie zusammen um mir eine Übersicht zu schaffen, wie ich zurecht kam. Gegebenenfalls erhöhe oder senke ich dann meine Kategorie nach 3 Monaten, wenn ich jedes Mal zu viel oder zu wenig hatte.

Das war es eigentlich schon.

Naja – jedes System hat einen Haken . 😉

Also für mich ist es sehr einfach. Budgeting in 4 Schritten. Parallel wird gespart oder Schulden beglichen. Perfekt. Nebenbei kann man sich mit den Kuverts matchen. Man könnte jedes Monat pro Kuvert 10,- EURO sparen wollen durch Rabatten aus Angeboten zum Beispiel. Bei 5 Kuverts, sind es 50,- EURO die dann für eine Belohnung her halten könnten. Was auch immer.

Momentan bin ich noch in der Testphase und ich bin sicher es wird noch ein wenig hier und da geschraubt um es wirklich zu vereinfachen.

Ziel ist es, immer schnell den aktuellen Stand zu erfassen und vorzuplanen.

Hierfür verwende ich vier Übersichten.

1. eine Monatsübersicht die in Kästchen visuell meine Ein- und Ausgaben definiert.

2. eine Übersicht mit den Einnahmen des Monats, allen fixen Ausgaben (=Ausgaben die ich voraus planen kann) und den Kuvert-Kosten

3. eine Liste in der ich alle Barausgaben erfasse um meine Kuverts im Blick zu haben

4. eine letzte Liste, die – nach Erhalt und Abzug aller Kosten der Ein-und Ausgaben aus Punkt 2 – mit dem geplanten IST Kontostand beginnt und die für alle Abbuchungen ist, die ich nicht einplanen kann. Das sind zum Beispiel Amazon Lieferungen für Geburtstage (dieses BAR-Geld würde ich dann auch auf dem Konto liegen lassen, wenn ich nicht den Betrag kenne, aber schon weiß, dass ich das Geschenk nur bestellen kann)

Diese Vorlage möchte ich euch gerne bereit stellen! Einfach als Download in der Größe A5. 

NEU: WatercolorDesign A5

PML Finanz-Einlagen A5 Watercolor

Monatsübersicht A5

Kuvertübersicht A5

Zusammenfassend:

Finanzen sind wichtig.

Zuerst Jahresübersicht mit ALLEN Einnahmen und Ausgaben – Fixe sowie „zu erwarten“ als Schätzwert. Weiter wird das Monat detaillierter geplant und fixe Kosten abgezogen. Anschließend die „zu erwartenden Kosten“ entweder überschlagen und Bar als Kuvert ausgeben oder in einer Liste, die mit dem geplanten IST Kontostand beginnt, erfassen.

Habt ihr noch Fragen? Nächste Woche gehe ich auf das Envelope System näher ein 🙂 Dafür war ich schon fleißig und habe viel getestet.. 🙂 Das war auch nur meine grobe Übersicht. Der Grund warum ich es wichtig finde und wie es mir erging um an den Punkt zu kommen, dass ich etwas ändern muss..

Alles Liebe,

Deine Nina

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9 Gedanken zu “Budget-Plan-Fun *Freebie*

  1. Vielen Dank für diese neuen, WUNDERSCHÖNEN Einlagen- und die detaillierte Anleitung! Ich wollte jetzt starten, nachdem ich deine Artikel gelesen habe. ..(Eigentlich kam ich mal wegen des flylady-Systems, aber die Finanzen sind gerade doch ein bisschen wichtiger :D) Noch bin ich ein bisschen verwirrt, aber ich hoffe, der Durchblick kommt jetzt beim machen.

    Gefällt 1 Person

  2. Hi Nina,
    Ich folge dir schon lange auf Instagram und habe auch bereits mit dem Zonecleaning gestartet und das Konzept finde ich wirklich klasse.
    Jetzt möchte ich auch die Finanzen so organisieren ab Mai. Aber ich steige nicht ganz durch. Auf den Kuverts selbst schreibt man, glaube ich, auch jede Ausgabe, oder? Oder wie behält man da den Überblick?
    LG Isabell

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Isabell! Danke für dein liebes Kommentar! Genau, auf den Kuverts notierst du dir jede Ausgabe. Ich habe dazu eigene Tracker, die du dir als Freebie downloaden kannst, damit man die Kuverts nicht immer neu erstellen muss.

      LG NIna

      Gefällt mir

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