Planersystem: Travelers Notebook

Hallo!

Eine neue Reihe wird hier gestartet. Kurz zur Erklärung: Ich bin neugierig geworden andere Planersysteme zu testen, denn ich bekam zu unterschiedlichsten Systemen und Kalendern schon einige Nachfragen, wie ich sie verwenden würde und, ja – hier sind wir nun!

Am Ende stelle ich eine Liste meiner verwendeten Produkte zur Verfügung.

Starten wir mit einem Travelers Notebook

Was ist denn ein Travelers Notebook eigentlich?

Ein Travelers Notebook, oder kurz „TN“ ist eine Hülle, die Hefte mit Gummibändern im Rücken zusammen hält. Je nachdem wie groß die Hülle ist und wie viele Gummibänder es gibt, umso mehr Hefte kann man darin unter bringen. Am Bekanntesten ist das System von Midori, dass wie ein Bausatz aus verschiedenen Heften, Zusätzen und Kalendern auf die persönlichen Ansprüche und Wünsche zusammengestellt werden kann.

Ich selbst habe mich vor Ort in Wien beraten lassen und meine Entscheidung fiel auf die Größe „regular“. Die Hefte sind 22cm hoch und 11cm breit und kommen meiner gewohnten Größe im Ringplaner am Nächsten. Somit nahm ich ein dotted Ersatzheft und als Hülle einen Travelers Notebook in blau mit.

Der Aufbau

Da ich es nicht als dauerhaftes Planersystem nutzen wollte, habe ich es für mich wie ein Bulletjournal aufgebaut.

Ich persönlich starte mit meinem Key:

Also das was in der Folge meine Zeichen zu Terminen, Aufgaben oder Notizen beschreibt.

Danach folgen Monatsübersichten:

7 x 5 Spalten á 7 Kästchen hoch und 5 Kästchen breit haben sich bewährt. Die Linien habe ich mit Bleistift gezogen. Ich mag das sanfte grau lieber als ein hartes, kühles Schwarz.

Da meine Schrift nicht sehr verlässlich ist, habe ich mir Stempel besorgt, die dafür geeignet sind. Ich brauche auch die Kalenderwochen um einen Überblick über das Jahr beizubehalten.

Doppelseite für Weeklytasks und die Inbox:

Lange habe ich überlegt wie ich für ein ganzes Monat den Überblick behalte. Mein Zugang dazu war ein Raster.

Neben den Wochentagen (der Punkt markiert, wann die Aufgabe zu tun ist) habe ich hinten noch die Kalenderwochen zum Abhaken angefügt um es als erledigt zu markieren. Diese Liste nehme ich unter anderem auch her um meine Dailies für den nächsten Tag vorzubereiten.

Die Inbox ist mein Platz für alle Ideen die ich noch nicht innerhalb der Woche erledigen kann.

Dort finde ich genügend Platz für alle Kurznotizen. Für mehr Details dazu habe ich mir am Ende des Heftes einige Seiten für „Notes“ frei gehalten.

Allerdings, würde ich das System dauerhaft nutzen, würde ich ein eigenes Heft dafür beginnen, die Seiten Nummerieren und die Seitenzahl in der Inbox zum Projekt dazu schreiben. Nur ein paar Seiten für 3 Monate sind eindeutig zu wenig.

Daily ToDos

Meine Dailies bereite ich in meinem System schon für die Woche vor. Das ist in einem Heft nur bedingt möglich. Deshalb bin ich dazu über gegangen täglich Abends den nächsten Tag vorzubereiten.

Auch hier habe ich einen Datumstempel verwendet. Haushalts- und Familienfixpunkte auf einer Seite und variable ToDos auf der anderen Seite haben sich gut bewährt um schnell den Überblick zu behalten. Gepaart mit den verschiedenen Schriftarten und dem Farbcode konnte ich mich schnell daran gewöhnen.

Weekly overview

Schnell habe ich aber gemerkt, dass mir für zeitpunktabhängige Aufgaben eine Möglichkeit fehlt sie festzuhalten. Eine Übersicht musste her.

Diese Übersicht nimmt nicht viel Platz ein und bietet aber für ToDos oder Termine einen gesammelten Ort.

7 Zeilen á 5 Kästchen waren für mich ideal. Das Datum habe ich mit 4 Kästchen vertikal abgeteilt.

Zusatzseiten

Die Notizseiten habe ich schnell ausgelagert, als ich gemerkt habe, dass der Platz, den ich veranschlagt hatte, nicht ausreicht. Ich lasse gerne auch zu Projekten zuerst meinen Gedanken freien Lauf um meine „Key-Words“ dazu zu erkennen und meinen Bedarf zu lokalisieren.

Somit hatte ich Platz für andere Ideen:

Für zum Beispiel eine TimeBlocking Übersicht um meinen Ablauf besser zu überblicken oder eine Books to read Liste für den Herbst. Auch die Ausgaben für die Wohnzimmerumgestaltung habe ich darin vermerkt und die Kosten für die Konfirmationsfeier. Was auf keinen Fall fehlen darf. Die letzte Seite ist immer eine Pen-Test-Seite. Das habe ich von meinen Bujo-Mädels mittlerweile gut gelernt.. 😉 Auch eine Ideen wäre, die Gedanken für ein neues Heft zu sammeln und wie viele Seiten man für welche Abschnitte braucht. Gerade bei Heften, die schneller ausgeschrieben werden, ist sowas sicher hilfreich!


Zusammengefasst

Zusammenfassend mag ich das schmale Heftchen. Die Papierqualität ist sehr fein und mit Füllfeder schreibt es sich sehr gut. Auch wenn die Tinte ghostet macht es irgendwie den Charakter der Aufzeichnungen aus. Bei den Stempelkissen muss man etwas aufpassen. Gerade wenn sie frisch sind, bluten sie leicht durch. Das System ist leicht und durch die ersten Kratzer bekommt das Leder seinen ganz besonderen Charakter. Es macht Freude die Haptik der Hülle und des Papiers zu fühlen und ich blättere gerne immer wieder durch.

Es ist sicherlich für Menschen die bisher in fertigen Buchkalendern geplant haben aber die Flexibilität von Notizseiten vermissen. Oder wer mit Ringen nicht klar kommt, könnte sich in diesem System sehr wohl fühlen. Da man entweder die Inserts selbst im „Bujo-Style“ wie ich erstellen kann, oder einfach Kalendereinlagen kaufen kann, ist es sicher für alle, die sich den Kalender persönlich sortieren möchten.

Schön finde ich außerdem den Gedanken, dass man die Hülle für Reisen mit Aquarellpapier- oder Kraftpapier-Heften füllt. Und darin all die tollen Momente auch im Urlaub in gewohntem Umfeld für die Ewigkeit sammelt.

Wenn man sich die Hefte komplett selbst gestaltet wie ich, sollte man hier den Perfektionismus wirklich ablegen. Ihr findet auch auf den Bildern immer wieder kleine „Hopperlas“ die eben passieren. Da fehlt mal ein „y“ ein „w“ ist falsch, oder ich habe den Tag falsch herum gestempelt. Es ist wie es ist. 😉


Produktliste


Ich freue mich auf eure Rückmeldung. Es folgen weitere Planersysteme die ich euch noch vorstellen möchte.

Danke, dass du da bist!

Alles Liebe,

Eure Nina

————————————

www.instagram.com/plansmeetlife

3 Gedanken zu “Planersystem: Travelers Notebook

  1. Ich liebe TNs, brauche aber ein fertiges Kalendarium. Deshalb für mich für das neue Jahr dein plansmeetlife Kalender von Pen & Pages. Bin eigentlich Ringplaner Fan, aber die Ringe stören mich beim Schreiben.

    Gefällt 1 Person

  2. Ich habe das TN auch ausprobiert und bin aber wieder bei meinem Personal Ringplaner für die Planung. Das TN nutze ich jetzt als Notizheft für Informationen aus Büchern die ich gelesen habe . Da ich eher Chaotisch veranlagt bin hilft mir ein Planer mit guter Struktur nichts aus den Augen zu verlieren, ich arbeite da zur Zeit mal wieder mit den Week view Einlagen. Als Angestellte in Vollzeit kann man große Tagespläne ja nicht wirklich nutzen und die Wochenübersicht entzerrt das ganze Aufgabenpacket für den Haushalt. Projekte und seltener ausgeführte Aufgaben behalte ich eher im Quartal im blick, der Monat ist ja oft so schnell rum.

    Gefällt 1 Person

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