Q&A Flylady (Livestream-Recap)

Allgemeines kurz zusammengefasst

Dieses Haushaltsystem ist von Marlay Cilley erfunden worden.

Manche Dinge sind für mich automatisch und nicht der rede Wert, die sie in ihrem Buch anspricht.

Aber: Nicht alles ist selbstverständlich. Nicht alles muss man immer schaffen.

Meistens, wenn man Single ist oder maximal in einem „Erwachsenenhaushalt“ ist, ist der Haushalt eine Nebenbeschäftigung.

Wenn dann die Familie durch ein Kind vergrößert wird, ändert sich auch das Hygienebedürfnis. So ein kleiner Zwerg bringt nicht nur den Schlafrhythmus aus dem Konzept sondern meistens auch alles andere.

Manche gehen ganz leicht damit um..

Manche tun sich etwas schwerer – so wie ich

Für mich war es eine komplett neue Situation.

Ich war auch damals die erste im Freundeskreis die ein Baby bekommen hat. Mein Kind war keines, dass gerne schläft und genügsam ist, sondern ein Kind, welches mich stark gebraucht hat.

Allerdings ist sie dann auch mit 9 Monaten gelaufen.

Den größten Fehler den man beginnt, wenn man unsicher ist, man versucht sich zu vergleichen und sucht den Fehler bei sich.

Vor allem vergleicht man sich mit Menschen die gar nicht in der selben Situation sind, weil man gerne die Lösung hätte, warum sie es einfacher haben.

Hätte ich das System damals schon gehabt, hätte ich mir vielleicht viel mehr Druck raus genommen und mein inneres (Wunsch-)Bild verändert.

Das System ist nämlich darauf aufgebaut, dass man sich auf das wesentliche konzentriert.

Routinen

Und das Wesentliche sind die Routinen.

Mein Tipp ist immer „ Lass mal die Zonenarbeit weg und versuche nicht in ein Programm hinein zu wachsen, welches noch gar nicht in dein Leben hinein passt“

Wenn die Routinen passen ist eine gewisse Grundordnung da. Das macht schon ein gutes Gefühl.

Wohnt man zusammen, soll jeder die gemeinsamen Räume benutzen dürfen und sich wohl fühlen. Dazu ist ja eine Wohnung da. Sie ist kein Ausstellungsstück.

Wenn Routinen richtig zusammen greifen dann spart man sich schon viel Zeit, weil viele Dinge sehr effizient ablaufen. Man tut sich auch leichter gewisse allgemeine Regeln aufzustellen, die für alle gelten.

  • •Dinge wieder zurück räumen (Zahnputzsachen in den Schrank, Teller in den Geschirrspüler, Kleidung in den Schrank oder in die Wäschetonne, Schuhe nebeneinander stellen, Jacken aufhängen..)
    • Teller nehmen für Essen
    • Einen Untersetzer verwenden für Gläser/Tassen
    • Wenn etwas ausgepatzt wird, es weg wischen
  • Tagesaufgaben

    Weiters ist das Flylady System so aufgebaut, dass es Tagesaufgaben gibt.

    Der Sinn es ist Aufgaben zusammen zu fassen, wie zum Beispiel einen Tag für Erledigungen, der vorgreifen soll viel Zeit zu verschwenden indem man einzelne Besorgungen aufgesplittet erledigt.

    Eine weitere Tagesaufgabe wäre Homeblessing – Besucherputzen wie ich so gerne sage. Da geht man nur schnell die Wohnung einmal rasch durch.

    Tage für Termine/Arzttermine

    Tage für Buchhaltung

    Tage für METime

    Das ich mir immer wieder einen Tag nehme der mir ins Gedächtnis ruft, dass ich mir immer wieder den leichtesten Weg nehmen kann.

    Das sind Dinge die würde ich in meinem Alltag einfach vergessen, denn ich bin so ein Mensch, ich nehme mir etwas vor und dann versuche ich es umzusetzen. Mein Fokus ist dann immer auf das „Dinge umzusetzen“ programmiert.

    Anstatt dessen, dass ich in meinem Ablauf merke, „Das geht sich alles nicht aus, das ist zu viel!“, versuche ich Zeit aufzuholen, oder sitze dann bis spät in die Nacht.

    Da bin ich in einem Scheuklappen denken und dieser METime Donnerstag ist für mich ein Lerntag, dass ich mir selbst erlaube, einen Plan zu haben und von diesem auch abzuweichen wenn es zu viel ist.

    Mittlerweile brauche ich diesen besonderen Tag nicht mehr, weil ich gut gelernt habe, gewisse Dinge in meinen Alltag hinein zu nehmen.

    Aber es ist eine gute Erinnerung!

    Zonencleaning

    Und das letzte ist Zonenarbeit.

    Zonen bedeutet: Das Haus ist aufgeteilt in viele Häppchen

    Mehr als zwei Große oder drei kleine Zimmer würde ich nicht zusammen fassen

    Für mich bedeutet es Montag bis Freitag in 15 Minuten alles erledigt zu haben um Samstag und Sonntag gut ausrasten zu können.

    Ich habe zwar versucht den Haushalt aufs Wochenende zu schieben oder für Frühlingsputz sogar teilweise Urlaub zu nehmen aber mir fehlt dann die Erholungsphase bis Montag.

    Es müssen bei mir auch nicht immer 15 Minuten sein.

    Wichtig für mich: Das Wochenende ist für mich frei!

    Wichtig für die Zonenarbeit. Alles hat seinen Platz.

    Es bringt nichts, wenn ihr eure Kästen voll stopft.

    Dann braucht man auch länger als 15-20 Minuten.

    90% der Artikel die ich im ersten Schwung ausgemistet habe, habe ich bis heute nicht mehr gebraucht.

    Eure Fragen:

    Wie erfasse ich Tätigkeiten die nur alle 3 oder 6 Monate anstehen, wie zum Beispiel Holzmöbel ölen?

    Sie stehen auf meinem Tracker und auf meiner Liste dabei.

    Aber ich mache sie erst wenn ich sie für notwendig halte und hake ab.

    Wie lange hat die erste Phase gedauert?

    Ich habe mir die Wohnung eingeteilt und bin nach den Zonen durch gegangen. Wenn man rein kommt ins Zimmer und nicht weiß wo man starten soll habe ich es einfach so geplant, dass ich von links weg im Uhrzeigersinn starte auszumisten.

    Immer 15 Minuten lang.

    In manchen Zimmern war ich in einem Monat fertig

    In manchen Zimmern hat es mehrere Monate gebraucht.

    Innerhalb von einem Jahr hatte ich dann wirklich alle Zimmer durch.

    Wie beginne ich? Ich finde keinen Einstieg.

    Am Besten mit Routinen. Fange an mit der Küchenspüle.

    Schau dass am Abend die Küche sauber und das Wohnzimmer in Ordnung ist.

    Wische im Badezimmer alles trocken bevor du es verlässt und lege dir für den nächsten Tag die Kleidung raus.

    Wie lange planst du für die Routinen ein morgens und abends?

    Die Länge der Routine hat sich für mich so ergeben was ich tun möchte.

    Meine normale Morgenroutine sind 24 Minuten lang.

    Ich habe alle meine Schritte mit geschrieben die ich so mache und habe die Zeit gestoppt.

    Dann habe ich versucht gewisse Dinge zusammen zu legen. So starte ich für mich ganz anders in den Tag.

    Abends genauso.

    Welche Schritte sind für mich notwendig.

    Kann ich etwas hinzu fügen, was mich für den nächsten Tag unterstützt?

    Und so habe ich die Routinen 1-2 Wochen durch gespielt und für mich auch „lebbar“ gemacht.

    Nehmt euren individuellen Ablauf her.

    Schaut mal ob ihr gewisse Dinge zusammen fassen könnt oder euch Wege ersparen könnt.

    So kann man die Energie für den Tag dann nutzen oder für sich selbst.

    Klappt es auch wenn der Mann nicht mit macht?

    Natürlich! Mein Mann ist kein Flylady-Mann

    Er macht wenn er es sieht.

    Ich tu mir leichter, mich zu motivieren, wenn es noch nicht so stark verschmutzt ist.

    Denn dann weiß ich, ich bin schnell durch.

    Trotzdem ist es niemals so viel Unordnung wie früher

    Nach Arbeiten Kindern und Co fehlen die täglichen 15 Minuten. Hilfe

    Wenn ich viel Arbeit habe und meine Kinder noch in einer Phase sind wo sie viel Zeit brauchen und ich kann meine Zonen nicht machen dann mache ich die Zonen nicht.

    Wichtiger sind die Routinen!

    Damit habe ich meine Grundordnung.

    Es gibt noch die 5/10/15 Minuten Raumrettung!

    Auch wenn man mal krank ist, helfen die Routinen!

    Welche festen Nachmittagsroutinen hast du?

    Meine festen Routinen sind:

    Nach dem Mittagessen (inkl. Geschirrspüler starten und Tisch abwischen) trinke ich Kaffee und dann startete die Freizeit. (Vor Corona)

    Vor oder nach den Ausflügen mit dem Kindern habe ich die Zonenarbeit erledigt.

    Aktuell ist das ja alles etwas anders.

    Ich habe manchmal das Gefühl neben Arbeit und Kindern nicht mal die 15 Minuten zuschaffen

    Ja das ist einfach so, dass man schauen muss „Was brauche ich eigentlich?“

    Vielleicht stecke ich so viel Energie in die Arbeit und in die Betreuung der Kinder, dass einfach für andere Dinge..

    Für einen selbst ..

    keine Prioritätszeit mehr bleibt…!

    Wie beide Kinder klein waren habe ich mir auch schwer getan da beide spät durch geschlafen haben und wir meistens dann auch noch zu dritt in der Nacht im Bett gelegen sind.

    Mir hat der Schlaf einfach sehr gefehlt. Ich glaube, ich habe bis heute den fehlenden Schlaf nicht aufgeholt.

    Natürlich, die Kinder können mit helfen und es gibt viele Möglichkeiten, aber es ist nicht jeder geborene KindergärtnerIn, dass man die Kinder spielerisch mit einbinden kann.

    Ich bin selbst nicht so prädestiniert dazu.

    Vor allem wenn es Dinge sind, die ich selbst gerne hinter mich bringe.

    So ist jeder anders.

    Das Schöne ist ja daran, dass man das System für sich nutzen kann.

    Während der Eine viel Phantasie hat und die Kinder total lieb mitnimmt auf diese Reise denkt sich der Andere „Endlich sie sind 5 Minuten beschäftigt, jetzt kann ich endlich Dinge erledigen die mir eh schon auf den Keks gehen, mit denen ich mich nicht mit den Kindern 5 Stunden beschäftigen möchte.“

    Beides ist in Ordnung! Alles ist erlaubt!

    Kann man die Zonen auch morgens machen?

    Ja natürlich! Plane dir die 15 Minuten ein, wann es für dich passt!

    Du kannst es ganz individuell an dich anpassen!

    Als Krankenschwester mit Schichten könntest du auch die Zonen auf einen Tag legen.

    Also wird es leichter wenn man Grundordnung geschaffen hat?

    Ja auf jeden Fall!!

    Da alles seinen Platz hat.

    Wenn ich das ganze Zeug, was meine Schränke nur verstopft einmal entsorge und keine 15 Glasschüsseln habe sondern nur 5 Schüsseln zum Beispiel reicht es ja auch meistens.

    Wir lassen sie ja nur drinnen, weil der Platz da ist.

    Routinen laufen gut, Zonecleaning habe ich auch verstanden. Aber das mit dem Homeblessing hab ich noch nicht raus. Was tut man da?

    Homeblessing ist das Besucherputzen.

    Da geht es darum, dass du im ersten Step alles retour räumst.

    Heißt nicht, dass du das Kinderzimmer zusammen räumen musst.

    Laut Flylady ist es so, dass sie sogar um das Spielzeug herum saugt.

    Homeblessing ist das grobe Grundreinigen in allen Räumen

    Für mich geht es darum, dass in den Gemeinschaftsräumen Ordnung ist damit ich dort 15 Minuten abstauben kann.

    Weiter nehme ich aus allen Zimmern den Müll.

    Alle Spielgen putze ich auch.

    15 Minuten sauge ich den Boden in allen Zimmern.

    Aber nur die Hauptwege.

    15 Minuten lang feucht wischen.

    Homeblessing gesamt, dauert bei mir eine Stunde.

    Und bisher habe ich es für Dienstag geplant

    Im Original soll es es am Montag sein.

    Aber da fehlt mir die Motivation, somit passe ich das System für mich an.

    Wie läuft das tägliche Putzen im Bad in der Früh. Ich bin die erste und nach mir wird wieder alles schmutzig.

    Ist bei uns auch so.

    Meine Kinder sind schon groß und natürlich nehme ich alle etwas in die Verantwortung.

    Aber wenn ich jeden Tag die Armatur trocken wische, stören mich die 3 Kalkflecken nicht und es ist ja nicht so, dass alles mit Zahnpasta voll gespuckt ist und alles überall liegen bleibt. Jeder räumt weg, was her her räumt in den Gemeinschaftsräumen.

    Es geht ja meist nur um kleine Kalkflecken.

    Was ich gelernt habe ist einfach, dass ich gewisse Dinge für mich mache.

    Auch die Küchenspüle mache ich für mich schön.

    Aber nur so schön, dass es mir nicht leid tut, wenn nach mir jemand hin geht und sie benutzt.

    Was ich nicht möchte ist, dass meine Familie ein schlechtes Gefühl hat IHR Zuhause zu benutzen.

    Heißt nicht, dass ich meine Arbeit umsonst mache.

    Denn ich kümmere mich um unser Zuhause damit wir länger etwas davon haben.

    Aber niemand soll das Gefühl haben, dass er sein eigenes Zuhause nicht verwenden darf.

    Ich mache für mich Ordnung damit ich für mich einen Abschluss habe und ich mich – meinen Geist, meinen Körper – entspannen kann. Ohne 10 offenen Tasks im Hinterkopf.

    Und das heißt nicht, dass mein Kind genauso sein muss.

    Es gibt gewisse Regeln die ich einfordere. Kleine Handgriffe, die ich auch tue. Mir ist wichtig, dass sich jeder auf seine Weise bemüht nicht all zu viel Chaos zu hinterlassen. Das kann der eine besser, der andere weniger.

    Ich möchte Empathie von den anderen erhalten aber auch, dass ich den anderen Empathie entgegen bringe.

    Jedoch kann man es sich einteilen wie man es möchte die meisten Sachen habe ich euch schon auf meinem Blog notiert.

    Meine ersten Schritte und warum und wieso, könnt ihr dort nachlesen.

    Dort könnt ihr euch auch diese Tracker holen als Freebie.

    Außerdem die Übersicht für die Zonen gibt es auch als Freebie.

    Gleich mit Erklärung. 🙂

    Ich hoffe ich konnte euch weiter helfen.

    Mein Wunsch wäre, dass es keine Frau mehr gibt, die sich schlecht fühlt, wegen der Hausarbeit, denn es ist nur eine Verpflichtung die man macht, weil man ein eigenes Zuhause hat.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Man kann alles parallel laufen lassen und muss nicht überall perfekt sein!

    Und sich trotzdem als vollwertigen und liebevollen Menschen wahr nehmen.

    Alles Liebe, Nina

    2 Gedanken zu “Q&A Flylady (Livestream-Recap)

    1. Hallo Nina, vielen Dank für die Zusammenfassung. Das hilft mir enorm weiter u.a. auch beim persönlichen Thema: „Es nicht so eng sehen!“
      Ich bin Schichtdienstler (Früh-Spät-Nacht) und ich muß Vieles auf meine eigene Lebensrealität anpassen, weil ich einfach nicht in ein „normales“ Wochenarbeitsschema hineinpasse. Ist nicht einfach, aber es wird so langsam. Bei mir sind auch die Routinen ganz wichtig und über die Jahre so eingeschliffen, das ein oder zwei verpasste Zonentage nicht die Welt zusammenbrechen lassen.
      LG Juliane

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